Odeion des Herodes Atticus


Auf dem Weg zum Haupteingang am Westende des Südhanges trifft der Besucher auf das Odeion des Herodes Atticus (Tiberius Claudius Atticus H.). Der, um 101 n. Chr. geborene, meisterliche Rhetoriker und Konsul von Rom ließ 161 n. Chr. das dreistöckige, marmorverkleidete Odeion zum Gedenken an seine Gattin erbauen. Überdacht mit Zedernholz bot es Platz für ca. 500 Zuschauer. Die Bühne wurde später erhöht, so dass die Höhe ihrer Wand gleichgesetzt war mit den obersten Reihen der Zuschauerränge. 32 Reihen fassten bis zu 5000 Zuschauer.





Nach der Zerstörung durch die Heruler im Jahre 268 n. Chr. wurde es in den Jahren 1848 bis 1858 ausgegraben und im 20. Jahrhundert erneuert. Sein guter Erhaltungszustand erlaubt auch heute noch die Nutzung des Odeion für Theaterstücke und Konzertaufführungen. Ungewöhnlich scheint der Halbkreis der Orchestra. Eine Rekonstruktion der marmornen Sitze ermöglicht eine Verwendung des Odeions gemäß seinem ursprünglichen Zweck.


Im allgemeinen unterscheidet sich ein Odeion von einem herkömmlichen Theater durch seine Überdachung. Diese ist heute selbstverständlich nicht mehr erhalten.




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