Akropolis

Auf den Spuren der Götter - Mythologie und Geschichte

Tempelberg von Nord-West
Tempelberg von Nord-West

Der erste Tempel der Akropolis war der Göttin Athene geweiht, der Tochter des Zeus. In der Mythologie begegnet sie uns als Göttin der Kunst, der Handfertigkeit, des Ackerbaus, der Weisheit und als Schutzgöttin der Stadt Athen. In vielen Darstellungen trägt sie den Kopf, der mit ihrer Hilfe von Perseus enthaupteten Medusa, auf ihrer Brust. Ihr Ziehvater war Triton, mit dessen Tochter Pallas sie aufwuchs. Ein Kampf zwischen den beiden endete tödlich für Pallas. Um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen, schuf Athena ein Abbild ihrer Spielgefährtin (das Palladion) und trug von da an deren Namen als Zweitnamen. Vielleicht war es ihre Fähigkeit im Dunkeln zu sehen, aber vielleicht auch ihre großen Augen, die Homer seine Schutzgöttin der Odyssee als "eulenäugig" beschreiben ließ. Neben der Schlange war die Eule das Symboltier der Athene und wer kennt nicht die Redewendung "Eulen nach Athen tragen". Athene trug viele Beinamen. Neben Parthenos (Jungfrau), Athene Sais (in der ägyptischen Stadt Sais fanden sich viele Verehrer), Coryphagenes (geboren aus dem Kopf – dem Haupt des Zeus) oder Hippia, die Pferdefrau. Sie war es, die den Menschen beibrachte, die Pferde zu zähmen. Aus dem "Kampf der Titanen" stammt der wohl gebräuchlichste Beiname Pallas. Durch ihren Sieg über den Pallas, Sohn von Gaia und Uranos, gewann sie dessen Kräfte. Entsprechend dem jeweiligen Beinahmen war auch das Symbol, das ihre Darstellung kennzeichnete: die Athene Pallas mit der Eule, als Athene Parthenos auf einem Thron, bewaffnet mit Schild und Speer.

Säulenkapitelle auf der Akropolis
Säulenkapitelle auf der Akropolis

Bis ins Neolithikum, die Jungsteinzeit und somit ins 4. Jahrtausend v. Chr. weisen die ersten Siedlungsspuren auf dem 156 m hohen Kalksteinplateau. Eine mykenische Mauer umgab seit dem 13. Jahrhundert v. Chr. das Heiligtum Athens. Der erste, der Schutzgöttin Athene zu Ehren errichtete Tempel wurde um 600 v. Chr. aus Stein erbaut und 120 Jahre später von den Persern wieder zerstört. Zu jener Zeit umgaben den Burgberg nicht mehr als ein paar Dörfer. Die mythologische Gestalt des Kekrops gilt als zweiter König Attikas und Gründer Athens. Deren Plünderung und die Zerstörung der bedeutendsten Tempel durch die Perser folgte der Wiederaufbau unter Kimon. Iktionos, Kallikrates, Mnesikles, waren die Baumeister des Perikles, die unter der Leitung des Bildhauers Phidias der Akropolis später ein völlig neues Erscheinungsbild verliehen.

Parthenon bei Nacht
Parthenon bei Nacht
Akropolis und Plaka
Akropolis und Plaka
Blick vom Lykavittos
Blick vom Lykavittos

Die Zeit und die Belastung durch die Umwelt haben Spuren hinterlassen. Ihren Stolz aber hat die Akropolis bewahrt – noch immer beherrscht sie das Stadtbild von Athen. Unter Perikles ein Zeichen für Zivilisation und Humanität, heute auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. In den Sommermonaten finden im Rahmen des Athen Festivals viele Veranstaltungen im Antiken Römischen Theater am Fuße der Akropolis statt. In lauen Sommernächten ein einzigartiges Erlebnis in einer einzigartigen Kulisse.



Akropolis von Athen im Überblick




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