Tempel der Athena Nike (Nike-Tempel)


Die Verehrung der Siegesgöttin Nike, Tochter der Styx und des Pallas, besaß geradezu kultische Ausmaße und konzentrierte sich auf die Akropolis. Die Symbole an der Seite der Göttin sind eine Blume, eine Schärpe, oft ein Krug oder Weihrauchbrenner, manchmal eine Kithara (Saiteninstrument). Die Planung dieses Tempels wurde vermutlich bereits vor dem Bau des Parthenon begonnen. Die eigentliche Ausführung allerdings zog sich hin bis nach 432 v. Chr. und bedingte eine Erweiterung der Festung. Zwei Nischen an der Westseite könnten kultischen Zwecken gedient haben.

Nike-Tempel
Nike-Tempel
Nike-Tempel hinter Gittern
Nike-Tempel hinter Gittern
Propyläen und Nike-Tempel
Propyläen und Nike-Tempel

Dreimal wurde der Nike-Tempel bereits restauriert, die letzte Abtragung wurde im Jahre 2000 durchgeführt und dabei neuer Marmor sorgfältig zur Korrektur eingesetzt. Dies geschah nach einer Bestandsaufnahme der Beschädigungen unter der Leitung des Architekten Dimosthenis Ziro. Frühere Restaurationen wurden 1835 von Ludwig Ross (Verwalter für Altertümer) und zwei weiteren Architekten vorgenommen, Schaubert und Hansen. Teile des Baumaterials waren für die Befestigung des Beulé-Tores zweckentfremdet worden. Dies wurde unter Schaubert, Ross und Hansen korrigiert. Später erfolgte eine Nachbesserung. Nach der ersten Rekonstruktion lagerten Teile der Balustrade im Inneren des Gebäudes. Während der Zeit von 1939 bis 1940 wurden die Restaurationen anfangs unter Nikos Balanos, später von Anastassios Orlandos weitergeführt. Die Arbeiten resultierten in der Entdeckung massiver Materialschäden.

Nike-Tempel
Nike-Tempel

Meisterwerke des Tempels der Athena Nike sind das Skulpturenfries und die Balustraden mit den Siegesgöttinnen. Im Gegensatz zu den sonst üblichen "beflügelten" Darstellungen beherbergte die Cella das Kultbild der flügellosen Athene. Hintergrund war der Gedanke, dass auf diese Weise die Göttin Athen nie würde verlassen können.



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