Brauronion

Geweiht der Artemis Brauronia, Göttin der Fruchtbarkeit, der Mutterschaft und Herrin der wilden Tiere erzählt von der schönen Jägerin, die als Eileithyia Gebärenden zu einer glücklichen Entbindung verhalf. Der Kult ihrer Anhänger, die Göttin, in Bärenverkleidung, zu huldigen entspringt wohl ihrer Rolle als Herrin der wilden Tiere. Die Mondgöttin, Tochter des Zeus und der Leto begegnet uns als eine der zwölf großen olympischen Gottheiten mit Pfeil und silbernem Bogen in Form der Mondsichel, einem Geschenk der Zyklopen. Zurückzuführen ist der Kult der Artemis auf der Akropolis möglicherweise auf Peisistratos (6. Jh. v. Chr.)


Das tempellose Heiligtum befand sich im südwestlichen Bereich der Akropolis, südlich der Propyläen und unmittelbar neben der Chalkothek. Sowohl vom Brauronion als auch von der Chalkothek sind heute nur noch einige Grundmauern zu sehen. In diesem Bereich des Akropolis-Plateaus lagern zahlreiche Fragmente und Werkzeuge für die Renovierung vor allem der Propyläen und des Nike-Tempels, so dass die Reste der beiden anderen Bauwerke förmlich untergehen.

Das Brauronion bestand aus einem von Säulenhallen umfassten Hof, mit Altar und zwei Statuen. Die der Artemis entstammte der Schaffenskraft des Praxiteles, einem der bedeutendsten Bildhauer und zugleich wichtigster Vertreter der jüngeren attischen Schule. Der Zugang zum Brauronion führte über in den Felsen gemeißelte Stufen.

Unweit davon standen die Erzbilder der Athene Lemnia des Phidias und eine 9 m hohe Statue der Athene Promachos (Vorkämpferin). Helm und Speer waren zum Teil vergoldetet und so reichte der Glanz jenes Standbildes im Schein der Sonne bis hinunter aufs Meer. Heute erzählen davon nur noch einige wenige Steine. Unter Justinian nach Konstantinopel verschleppt, wurde die Statue 1203 n. Chr. von den Bewohnern Konstantinopels vernichtet.



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