Propyläen

Propyläen ohne Gerüste
Propyläen ohne Gerüste
Blick nach Westen
Blick nach Westen
Renovierungspläne
Renovierungspläne

Im Januar 2010 wurden die Gerüste an den Propyläen abgebaut, nachdem die Restaurierungsarbeiten an der Giebel- und Deckenkonstruktion des Mittelbaus abgeschlossen worden waren. Der weiße Marmor macht die Arbeiten deutlich.









Das Tor und den Haupteingang zur Akropolis bilden die zwischen 437 und 423 entworfenen Propyläen. Sie sind der Eingang zum heiligen Bezirk und im Süden und Norden von Hallen flankiert; die südlichste davon wurde nie vollendet. Die von hohen Säulen getragene Vorhalle kennzeichnet sich durch Säulen in sowohl dorischer als auch der etwas jüngeren ionischen Form. Die dorischen Frontsäulen des Mittelbaus sind mit einer Höhe von knapp 9 m etwas niedriger als die ionischen Säulen in der Vorhalle (Höhe ca. 10 m).

Aufgang an der Westseite
Aufgang an der Westseite

Der natürliche Zugang zur Akropolis befand sich an der Westseite des Felsens. Dort wurde der Bau des dreiflügeligen Komplexes anstelle eines Propylons (Torhalle) des 6. Jahrhunderts v. Chr. begonnen. Er beherbergt im nördlichen Teil die Pinakothek, im rechten Trakt erlaubt die Konzeption einen Durchgang zur Halle der Athena Nike. Geplant war der Bau mit zwei symmetrischen Flügelbauten. Diese plus die Verbindung der Baukörper und ein sich nach Westen öffnender Stufenbau ermöglichten durch Umfassung des Freiraumes die Bildung des Vorplatzes.

Im Gegensatz zur großräumigen Bebauungsmöglichkeit des Nordwestbereiches scheiterten die Pläne im Süden an der Nähe des Athene Nike Heiligtums und den Überresten eines aus mykenischer Zeit stammenden alten Festungsbaus. Zudem ließ die Unebenheit des Geländes nicht mehr als den Bau einer hexastylen Schaufassade zu. Hier gebührt es sich, innezuhalten und sich bewusst zu werden, mit welch bewundernswertem Geschick die Baumeister die gesamte Anlage dem unebenen Terrain angepasst haben. Vollendet werden konnte die Pinakothek mit Darstellungen aus dem Trojanischen Krieg. Die Höhendifferenz am Hang wurde durch eine Rampe ausgeglichen.

Aufgrund des Peloponnesischen Krieges war die Fertigstellung geplanter Arbeiten nicht mehr durchführbar. Gleich hinter den Propyläen befanden sich die Kultstätten der Artemis Hekate, Hermes Propylaios und der Chariten (drei Grazien) sowie ein Unterbau für das Standbild der Athene Hygieia.





Von den Propyläen aus führte der Panathenäische Weg bis zum Parthenon. Geblieben sind am Rande die Spuren der Statuen, die neben den Kunstwerken und Weihgaben den heiligen Weg schmückten.





















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